STAUS IM HAFEN VON ROTTERDAM VERSCHÄRFEN SICH
Die Staus im Hafen von Rotterdam haben ein sehr besorgniserregendes Ausmaß erreicht. Eine Umfrage von Nieuwsblad Transport unter 124 Unternehmen aus den Bereichen Seeverkehr, Binnenschifffahrt, Straßentransport, Spedition und Terminals zeigt, dass mittlerweile fast die gesamte Transportkette betroffen ist. Während unerwartete Störungen wie die jüngsten Streiks der Hafenarbeiter und Protestaktionen weithin als unmittelbare Auslöser angesehen werden, die das System in einen plötzlichen Stillstand bringen, beschreiben die Unternehmen ein tieferes, strukturelles Ungleichgewicht als Ursache für die aktuelle Situation. Das Wachstum des Frachtvolumens, die zunehmende Größe der Schiffe in der Containerschifffahrt, unzuverlässige Fahrpläne der Reedereien und der Druck auf die Kapazitäten im Hinterland tragen alle zu einem chronisch überlasteten System bei, in dem jeder Vorfall eine verstärkte Wirkung hat.
Container Trucker äußern besonders große Besorgnis. Fast alle geben an, dass sich die Planungs- und Umschlagzeiten im letzten Jahr erheblich verschlechtert haben. Sie beschreiben eine Kombination aus Spitzenauslastungen am Kai, sich verschiebenden Ankunftszeiten der Schiffe und kumulativen Verzögerungen, die einen ständigen Druck auf die landseitigen Abläufe ausüben. Der Binnenschifffahrtssektor scheint jedoch die schwerwiegendsten finanziellen Folgen zu tragen. Alle Befragten dieser Gruppe geben an, dass sich die Überlastung negativ auf den Betrieb ausgewirkt hat, und viele geben Schäden in Höhe von einer halben Million Euro bis zu über einer Million Euro an.
Quelle: CLECAT-Newsletter 21.11.2025
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