Luft- und Seefracht stark vom Konflikt im Mittleren Osten betroffen

Nach den koordinierten Luftangriffen Israels und der USA auf den Iran reagierten internationale Fluggesellschaften umgehend mit der Einstellung ihrer Flugverbindungen in die Region oder der Streichung von Überflügen auf Strecken zwischen Europa und Fernost, wodurch große Mengen an Luftfracht an den Abflughäfen zurückblieben. Auch die Seeschifffahrt ist von dem Konflikt in ähnlicher Weise betroffen, da die jemenitischen Houthi-Rebellen zur Unterstützung des iranischen Mullah-Regimes Angriffe auf Handelsschiffe in der Straße von Hormus angekündigt haben.

 

Iran, Irak, Israel, Syrien, Kuwait und die Vereinigten Arabischen Emirate kündigten alle innerhalb weniger Stunden, nachdem über Teheran Rauch aufgestiegen war und der Iran mit Vergeltungsschlägen in der Region begonnen hatte, zumindest eine teilweise Sperrung ihres Luftraums an. In Europa hat die Lufthansa aufgrund „ernsthafter Sicherheitsbedenken” ihre Flüge bis zum 7. März zu mehreren Zielen im Nahen Osten, darunter Tel Aviv, Beirut, Amman, Erbil und Teheran, gestrichen. Darüber hinaus wurden auch Flüge von und nach Dubai und Abu Dhabi ausgesetzt. Fluggesellschaften wie KLM/Air France, Air India, Turkish Airlines, Norwegian, Air Algérie und ITA Airways kündigten ebenfalls umfangreiche Streichungen an.

Auch die Handelsschifffahrt ist von dem Konflikt betroffen. Schiffe, die bereits in der Region unterwegs sind, werden voraussichtlich in den Hoheitsgewässern neutraler Staaten, darunter Oman, Zuflucht suchen. Einige könnten sich dafür entscheiden, das Gebiet vollständig zu verlassen. Unterdessen werden Schiffe, die sich auf dem Weg in die unmittelbare Konfliktzone befinden, ihre Einfahrt wahrscheinlich bis zur Klärung der Sicherheitslage verzögern.

Fluggesellschaften werden ihre Flugrouten anpassen, was zu einer Verlängerung der Flugzeiten und einem Anstieg der Treibstoffkosten führen wird. Wir rechnen mit längeren Vorlaufzeiten für Buchungen und höheren Luftfrachtraten.

Im Seefrachtbereich verlagern große Reedereien ihre Umladehäfen beispielsweise von Jebel Ali nach Colombo, Singapur, den Mittelmeerraum und Nordeuropa, was sich auf die Transitzeiten auswirkt.

Um Störungen so gering wie möglich zu halten, empfehlen wir Ihnen, uns Ihre voraussichtlichen Volumina möglichst weit im Voraus mitzuteilen, damit wir frühzeitig Buchungen bei Luftfrachtgesellschaften und Reedern vornehmen können.

Wir beobachten die weiteren Entwicklungen im Mittleren Osten und deren globalen Auswirkungen aufmerksam und werden Sie weiterhin über alle wichtigen Entwicklungen informieren. Wir sind fest entschlossen, Ihnen in dieser herausfordernden Zeit die bestmögliche Transportlösung anzubieten und Ihre Lieferketten aufrechtzuerhalten

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