Maritime Lieferkette ist weiterhin von massiven Störungen und Unwägbarkeiten geprägt
Während sich die Überlastung in den letzten Monaten vor allem in den chinesischen und US-amerikanischen Häfen gezeigt hat, sind nunmehr auch die nordeuropäischen Häfen betroffen. Infolge des konzentrierten Eintreffens verspäteter Containerschiffe kommt es in allen bedeutenden nordeuropäischen Seehäfen zu see- und landseitigen Überlastungen. Die Kapazitäten auf den Containerterminals sind auf einen schnellen Umschlag Land/See ausgerichtet, d.h. dass ein Container i.d.R. zwei bis drei Tage auf dem Terminal verweilt. Derzeit ist die Verweildauer auf mehr als das doppelte angewachsen, was in Kombination mit gleichzeitigem Eintreffen vieler Containerschiffe zu einer Ressourcenauslastung auf den Terminals geführt hat, die die Produktivität deutlich negativ beeinflusst.
Aufgrund dieser Entwicklung – insbesondere die Verweildauer von Importcontainern hat massiv zugenommen – haben einzelne Terminalbetreiber bereits Maßnahmen (z.B. Anlieferung neuer Container nur, wenn die gleiche Anzahl auch wieder abgenommen wird, kostenpflichtige Auslagerung von Container mit überlanger Verweildauer, Anlieferrestriktionen von Exportcontainern etc.) ergriffen, um die Peak-Belastung halbwegs in den Griff zu bekommen. Ungeachtet dessen, schwelt in den deutschen Seehäfen auch zusätzlich noch der Tarifkonflikt zwischen ver.di und dem Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS), der gerade aktuell (14. bis 16. Juli 2022) wieder zu einem Warnstreik geführt hat.
All das verlangt von den Mitarbeitenden in den Speditionen ein Maximum an Einsatz, um die Containertransporte trotz all der Herausforderungen noch disponieren zu können. Eine vorausschauende Transportplanung ist kaum mehr möglich, vielmehr muss sich mehrmals täglich auf neue Herausforderungen für ein und denselben Containertransport eingestellt werden. Ein Ende dieser globalen Störungen und Unwägbarkeiten ist zumindest derzeit nicht in Sicht.
Selbstverständlich sind wir unter diesen Umständen sehr bemüht, Ihre Lieferketten dennoch aufrecht zu halten und sämtliche Transporte wie geplant durchzuführen. Ihre Unterstützung bei einer sehr frühzeitigen Disposition hilft uns dabei. Vielen Dank!
Quelle: VBSp.
Niedrigwasser auf deutschen Wasserstraßen – Auswirkungen auf Containertransporte
Aufgrund der anhaltend niedrigen Wasserstände auf verschiedenen deutschen Wasserstraßen kommt es derzeit zu Einschränkungen im Binnenschiffsverkehr. Insbesondere auf wichtigen Transportachsen können Binnenschiffe ihre […]
Aden gilt laut neuem globalem Sicherheitsindex als der gefährlichste Hafen der Welt
Der Hafen von Aden im Jemen wurde in einem neuen Hafen-Sicherheitsranking, das vom Analyseunternehmen Narrows veröffentlicht wurde, als der gefährlichste Umschlagplatz der Welt […]
UNSICHERHEIT BEZÜGLICH DER WIEDERERÖFFNUNG DER STRASSE VON HORMUZ HÄLT AN
Laut einem von Allianz Research veröffentlichten Bericht sitzen nach der Sperrung der Meerenge weiterhin rund 1.150 Frachtschiffe mit einem geschätzten Gesamtwert von Schiff […]






