UNSICHERHEIT BEZÜGLICH DER WIEDERERÖFFNUNG DER STRASSE VON HORMUZ HÄLT AN
Laut einem von Allianz Research veröffentlichten Bericht sitzen nach der Sperrung der Meerenge weiterhin rund 1.150 Frachtschiffe mit einem geschätzten Gesamtwert von Schiff und Ladung in Höhe von 125 Milliarden US-Dollar fest. Die betroffene Flotte befördert rund 29 Millionen Bruttotonnen Fracht und umfasst bis zu 20.000 Seeleute, die auf die Wiederaufnahme des normalen Schiffsverkehrs warten.
Obwohl eine vorläufige Vereinbarung zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran Hoffnungen geweckt hat, dass der Schiffsverkehr schrittweise wieder aufgenommen werden könnte, gehen wir davon aus, dass die Wiederöffnung der Meerenge allein nicht sofort zur Wiederherstellung des normalen Betriebs führen wird. Es bedarf verbindlicher Zusicherungen hinsichtlich der Sicherheit von Besatzung, Schiffen und Ladung, bevor Reeder und Betreiber bereit sind, wieder Fahrt aufzunehmen. Die Situation hat weiterhin erhebliche Auswirkungen auf die globalen Lieferketten. Wir beobachten die Entwicklungen weiterhin genau, während die Reedereien prüfen, wann und wie die normalen Routen wiederhergestellt werden können.
Branchenanalysten haben zudem davor gewarnt, dass die Wiederherstellung des Vertrauens und der Abbau des aufgelaufenen Schiffsrückstands selbst bei einer vollständigen Wiederöffnung der Straße von Hormus beträchtliche Zeit in Anspruch nehmen könnten. Die Marktstörungen lassen sich nicht von heute auf morgen beheben, selbst im Falle eines dauerhaften Waffenstillstands. Eine kürzlich unterzeichnete Absichtserklärung zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran sieht einen 60-tägigen Waffenstillstand und die Wiederöffnung der Meerenge vor, während die Verhandlungen über eine umfassendere Einigung fortgesetzt werden.
Wir gehen davon aus, dass die Containerschiffkapazitäten durch die Straße von Hormus bestenfalls nicht vor Jahresende wieder ihr normales Niveau erreichen werden – vorausgesetzt, es kommt zu einer dauerhaften Friedensvereinbarung in der Region. Die Instabilität der Lage hat sich erneut bestätigt, da die Evakuierungsmaßnahmen durch die Straße von Hormus nach dem Angriff auf ein Containerschiff in der umkämpften Wasserstraße in dieser Woche vorübergehend ausgesetzt wurden.
Quelle: CLECAT
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