Zuschläge verteuern Binnenschifffahrt in Europa

Hitzewellen haben die Preise für Containertransporte auf den nordeuropäischen Binnenwasserstraßen in die Höhe schnellen lassen, und da es kaum Anzeichen für Niederschläge gibt, wird sich die Lage wahrscheinlich noch verschlimmern.

Erschwerend zu den aktuellen Problemen kommt die systembedingte Überlastung hinzu, die die europäischen Wasserstraßen seit Jahren plagt. Die Betreiber berichten oft von Verspätungen, die eher in Wochen als in Stunden gemessen werden - auch wenn sich die Situation auf etwa 40-70 Stunden Wartezeit eingependelt hat. Bei niedrigem Wasserstand können sich diese Zeiten jedoch schleichend verlängern, da die Lastkähne leichter fahren müssen, manche nur mit 30 % ihrer Kapazität und viele maximal mit 75 %, um nicht zu schwer zu sein.

Es wird damit gerechnet, dass der niedrige Wasserstand bis Ende nächster Woche zu einer Zwangssperrung des Rheins führen könnte, was zur Folge hätte, dass die Container zu erheblich höheren Kosten auf die Straße verlagert würden. Die Schiene kann diese Lücke nicht füllen.

Bildquelle: Stuttgarter Zeitung

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