03. Januar 2019

Vereinfachtes Verfahren für Einfuhrumsatzsteuer gefordert

Seit langer Zeit beklagen Spediteurverbände das deutsche Erhebungsverfahren der Einfuhrumsatzsteuer: Beim Import von Waren in die EU wird die Einfuhrumsatzsteuer vom Zoll, einer Bundesbehörde, erhoben, die Erstattung erfolgt jedoch über das Bundesland, in dem der Zahlungspflichtige ansässig ist, was zu hohem bürokratischen Aufwand führt. Kosten durch notwendige Zwischenfinanzierungen und teilweise benötigte Bürgschaften sind die Folge und volkswirtschaftlicher Schaden ist dadurch vorprogrammiert, da Standortentscheidungen eher zugunsten des Auslandes getroffen werden, wo es diese langwierige Art der Abwicklung nicht gibt. Innerhalb der EU erlauben außer Deutschland nur Zypern, Irland und Großbritannien keine Verrechnung mit der Umsatzsteuer und sind damit gegenüber anderen Europäern im Nachteil. Abhilfe ist jedoch hierzulande in Sicht:

Ziel ist, dass auch in Deutschland die Einfuhrumsatzsteuer nicht mehr zum Zeitpunkt des Importes entrichtet werden muss, sondern eine einfache Verrechnung im Rahmen der Umsatzsteuererklärung möglich wird. Ein Lichtblick ist die Aussage des Staatssekretärs beim Bundesminister der Finanzen anlässlich seiner Festrede beim Zentralverband der Deutschen Seehafenbetriebe, dass er zuversichtlich sei, noch in dieser Legislaturperiode (bis 2021) eine Verrechnungslage herzustellen.

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