24. Mai 2019

Höchste Politik unterstützt den Kampf gegen Wettbewerbsnachteile bei der Erhebung der Einfuhrumsatzsteuer

Bei der Einfuhr von Gütern nach Deutschland verursacht das in Deutschland angewandte Verfahren zur Erhebung der Einfuhrumsatzsteuer (EUSt) erhöhte Kosten für vorsteuerabzugsberechtigte Importeure, die in den EU-Nachbarstaaten nicht anfallen, denn dort muss die Einfuhrumsatzsteuer für Nicht-Unionsware, die in die Überlassung zum zoll- und steuerrechtlich freien Verkehr übergeführt wird, nicht bereits bei der Einfuhr entrichtet werden. Aus diesem Grund besteht dringender Handlungsbedarf bei Bund und Ländern, um die bestehenden Wettbewerbsnachteile der deutschen Flughäfen und Seehäfen in diesem Bereich zu beseitigen, die Liquidität der Unternehmen zu schonen sowie die Kosten für deutsche Importeure zu senken.

Die Optimierung des Umsatzsteuer-Erhebungsverfahrens rückt in den Fokus der höchsten Politik: Zur Eröffnung der Nationalen Maritimen Konferenz in Friedrichshafen äußerte sich Bundeskanzlerin Angela Merkel in ihrer Rede am 22.05., dass die Optimierung des Erhebungsverfahrens eine wirkungsvolle Maßnahme zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen See- und Flughäfen wäre. Wie es scheint, entfaltet der lange Weg des Protests der Logistikverbände nun auch an höchster Stelle seine Wirkung.

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