10. September 2020

Freihandelsabkommen zwischen EU und Vietnam am 1.8.2020 in Kraft getreten

Der Handel zwischen Vietnam und der EU wird mit dem Inkrafttreten des Freihandelsabkommens einen Aufwind bekommen: beinah alle Zölle werden abgeschafft und erleichtern es den Wirtschaftsbeteiligten der Länder erheblich, Waren und Dienstleistungen in beide Richtungen zu handeln. Auch nichttarifäre Handelshemmnisse (wie z. B. technische Bestimmungen, Anmeldeformalitäten, Verpackungsvorschiften etc.) werden zukünftig abgebaut.

Nach Singapur, dem wichtigsten Handelspartner der Region, hat die EU nun erst mit der zweiten Nation der ASEAN – Staaten (Association of South-East Asion Nations: Brunei, Indonesien, Kambodscha, Laos, Malaysia, Myanmar, Philippinen, Singapur, Thailand und Vietnam) ein solches Freihandelsabkommen abgeschlossen. Vietnam wird seine Importzölle über einen Zeitraum von 10 Jahren sukzessive abbauen; davon ausgenommen sind bereits jetzt Arzneimittel, Chemikalien und Maschinen, die zollfrei nach Vietnam geliefert werden dürfen. Europäische Länder importieren vor allem elektronische Produkte, Kleidung, Textilien und Schuhe, Reis, Kaffee, Meeresfrüchte und Möbel. Vietnam ist für die EU der zweitwichtigste Handelspartner der ASEAN Staaten: Jährlich werden Waren im Wert von 49,3 Mrd. € sowie Dienstleistungen im Wert von 41,3 Mrd. € umgeschlagen.