03. August 2020

Brexit - Veränderungen ab 01.01.2021

Großbritannien hat am 31.01.2020 die EU verlassen. Für einen Übergangszeitraum bis 31.01.12.2020 bleibt das Land jedoch Teil des EU-Binnenmarktes und der EU-Zollunion, so dass sich faktisch im Handel zwischen der EU und Großbritannien nichts ändert: Es müssen weder Zollanmeldungen abgegeben werden noch finden Zollkontrollen statt. Unabhängig vom Ausgang der Verhandlungen wird sich diese Situation ab 1.1.2021 jedoch anders darstellen.

Im Falle eines "harten" Brexit wird das Vereinigte Königreich ein Drittland nach den Regeln der Welthandelsorganisation WTO. In jedem Falle anzuwenden ist Großbritanniens vorliegender 3-Stufenplan: Für Importe in UK entfallen für die ersten 6 Monate Vorabanmeldungen und die vollständige Einfuhranmeldung kann bis zu 6 Monate nachträglich eingereicht werden. Für anfallende Zölle gilt ein Zahlungsaufschub bis zur vollständigen Abgabe der Einfuhranmeldung. Genehmigungs- bzw. überwachungspflichtige Güter wie Tabak, Alkohol und giftige Chemikalien dürfen nur mit vollständiger Einfuhranmeldung ins Land - für diese Produkte gelten die Regeln für Einfuhren aus Drittländern schon ab 1.1.2021. Gesundheitsnachweise und Voranmeldungen sind für lebende Tiere, Pflanzen und Pflanzenprodukte mit hohem Risiko notwendig.

Exporte aus UK zur Lieferung in die EU unterliegen ab dem 01.01.2021 den Regeln von Drittstaaten. Firmen, die Handel mit Unternehmen in Großbritannien treiben wollen, benötigen dafür eine EORI Nummer der EU. Frühere EORI Nummern, die in UK vergeben worden sind, verlieren mit dem 1.1.2021 ihre Gültigkeit. Benötigen Sie nähere Informationen, sprechen Sie uns gern an unter info@kopf-luebben.com.