20. Dezember 2018

Absenkung der Schwefelobergrenze für Schiffstreibstoffe treibt die Preise in die Höhe

Die Mitgliedstaaten der UNO-Schifffahrtsorganisation IMO haben bereits im Oktober 2016 die Absenkung der Schwefelobergrenze für Schiffstreibstoffe zum Schutze der Umwelt und der Gesundheit beschlossen. Mit Stichtag 01.01.2020 dürfen nur noch Treibstoffe mit max. 0,5 % Schwefelgehalt verwendet werden statt mit bisher 3,5 %. Die Schifffahrtsbranche rechnet nun mit Mehrkosten von 24 – 60 Mrd US Dollar; davon geht gut ¼ auf die Container-Linienschifffahrt zurück.

In der Zwischenzeit lässt sich ein Wandel in der Preisgestaltung der Linienschifffahrt beobachten: Die Treibstoffkosten werden zunehmends vollständig getrennt von der Basisfracht abgerechnet. Durch bunker charges erwartet man ein sofortiges Durchschlagen von Zusatzkosten durch die veränderte Schwefelobergrenze an den Ladungseigner. Dass die Mehrkosten grundsätzlich weiter gereicht werden, findet allgemeine Zustimmung, nicht jedoch die Berechnungsweise der bunker charges, da diese meist nicht nachvollziehbar sind.

 

Quellen:

IMO, PM vom 28.10.2016

DVZ vom 13.12.2018

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