29. März 2018

Vorerst keine Strafzölle für die EU

Donald Trump hat wahrgemacht, was er in seinem Wahlkampf immer wieder angekündigt hat: Zum Schutz der amerikanischen Stahlkocher hat er Strafzölle gegen die Importe von Stahl- und Aluminiumprodukten verhängt. Das hätte auch europäische Lieferanten hart getroffen, wenn nicht der deutsche Wirtschaftsminister Peter Altmair sowie die EU-Handelskommissarin Cäcilia Malmström in einem handelsdiplomatischen Eileinsatz die Einführung von Strafzöllen gegen Hersteller aus der EU verhindert hätten.

Bereits vorher wurden Mexiko und Kanada von Zöllen ausgenommen, da beide Länder aktuell in Verhandlungen mit den USA über eine Neufassung des nordamerikanischen Freihandelsabkommens NAFTA stehen. Ebenso ausgenommen wurden Argentinien, Australien, Brasilien und Südkorea. Bleibt unter dem Strich nur noch China, gegen das Strafzölle für Lieferungen in die USA verhängt wurden. Es steht daher zu befürchten, dass China sich andere Abnehmer suchen wird und möglicherweise Europa mit billigen Stahlprodukten überschwemmen will.

 

Die Aussetzung von Strafzöllen gegen die EU gilt vorerst nur bis zum 1. Mai 2018.

 

Quellen: BAV Bremer Außenwirtschafts- und Verkehrsseminare GmbH

Stern online